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Blutegeltherapie beim Hund
 
Geschichte der Blutegel

Bei Menschen und Pferden ist die Blutegeltherapie schon seit längerem wieder eine mögliche Heilmethode. Beim Hund kamen die Egel erst in den letzten Jahren zum Einsatz. Die wenigsten wissen, dass der Einsatz von Blutegeln zum ersten Mal in der indischen Medizin verzeichnet wurde. Dies war zwischen 100-600 vor Christus.

Zur Zeit des zweiten Weltkrieges kam es fast zu einer völligen Ausrottung der Blutegel und sie gerieten in Vergessenheit. Von einer Etablierung dieser Behandlungsmethode kann man seit ca. 1970 sprechen.

Der Blutegel

Der Blutegel zählt zur Gattung der Ringelwürmer. Es gibt 600 verschiedene Arten, wovon weltweit mit nur 15 Arten in der Medizin zum Einsatz kommen. In Europa sind es sogar nur zwei. Er atmet über die Haut und braucht zum Überleben Wasser. Weiteres Merkmal ist das Verdauungsorgan, welches 90% des Körpers einnimmt. Es gibt keine männlichen oder weiblichen Tiere. Jedes Tier kann beide Geschlechtsorgane vorweisen. Der Blutegel hat einen Skelettlosen Körper und eine äußerst dehnbare Haut. In seinem Maul hat er drei Kieferleisten mit jeweils 80 Kalkzähnen. Bemerkenswert ist, dass der Blutegel das bis zu 10-fache seines Körpergewichts an Nahrung (Blut) aufnehmen kann.

Der Speichel des Egels
 
Der Speichel des Blutegels heißt Saliva. Die Salvia ist es, die uns in der Medizin hilft. Bis jetzt sind noch nicht alle Inhaltsstoffe des Speichels erforscht. Man kann sich also vorstellen wie komplex so ein kleiner Blutegel ist und wie viel Geheimnisse er noch hat. Die Hauptwirkung der Saliva ist schmerzlindernd und antientzündlich. Weitere Wirkungsweisen sind Blutgerinnungshemmend, Antithrombotisch, Lymphstrombeschleunigend und evtl. auch Immunisierend.

Einsatzgebiete
 
Die Blutegeltherapie kommt in der Hundephysiotherapie in drei Bereichen zum Einsatz.

Entzündungen:  
Im Gegensatz zu der „klassischen Hundepysiotherapie “, wo wir Entzündungen nicht behandeln, haben wir mit den Blutegeln gute Erfolge zu verzeichnen.

Schwellungen:
Hierzu zählen Ödeme und Prellungen, welche über längere Zeit bestehen und nicht von selbst abheilen wollen.

Verschleiß:
Hier sind Krankheiten wie Spondylose und Arthrose aufzuzählen. Auch bei Bandscheibenvorfällen sind einige Erfolge bekannt.

 
Die Dauer und Häufigkeit der Behandlung hängt vom Hund und der Krankheit ab. Bei manchen reicht eine Behandlung, andere benötigen zwei – drei Sitzungen.

Ich bin sehr glücklich, dass ich in meiner Praxis diese Therapie anbieten kann und schon manchem Hund die Schmerzen nehmen konnte. Für weitere Fragen, Termine und Beratungsgespräche stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 
 
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